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Liebe Leserin, lieber Leser,

diesen Monat dreht sich bei Desideria Care alles um die sogenannten Young Carers. Das sind für uns Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren, die im familiären Umfeld einen Menschen begleiten, der an Demenz erkrankt ist. Diese jungen Menschen leisten Enormes und werden kaum gesehen. Mit Sofia aus Österreich, unserem Podcast-Gast bei "Leben, Lieben, Pflegen", stellen wir Ihnen eine junge Frau vor, die mit ihrem an Demenz erkrankten Vater einen ganz eigenen Weg geht.

Für junge Pflegende gibt es in Deutschland kaum Angebote. Deshalb starten wir im kommenden Jahr eine Online-Gruppe, die Young Carers begleitet und ihnen Raum für Austausch und Begegnung bietet.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

    Herzliche Grüße

   
    Désirée von Bohlen und Halbach 


Leben, Lieben, Pflegen

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Junge Pflegende erleben häufig besondere Herausforderungen. Deshalb haben Anja und Peggy zu diesem Thema in der aktuellen Folge von "Leben, Lieben, Pflegen" Sofia eingeladen:
Sie berichtet, weshalb sie vor ein paar Jahren die Pflege ihres dementiell veränderten Vaters übernommen hat, wie sie sich ein Netzwerk an Unterstützern und Unterstützerinnen geschaffen hat und welche Rolle das WG-Leben darin spielt. Und natürlich erzählt sie auch von den Hürden, vor denen sie stand, wie sie es geschafft hat, diese zu meistern und welche Dinge sie durch die Pflege gelernt hat.  
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Spendenaktion "Leuchtende Weihnacht"

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Auch dieses Jahr starten wir ab Dezember wieder unsere Spendenaktion "Leuchtende Weihnacht" – und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich daran beteiligen.

Mit jeder Spende wird eine Kerze an unserem virtuellen Christbaum auf der Website von Desideria Care angezündet. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie unserem Verein ein langfristiges Engagement in der wichtigen Arbeit mit und für von Demenz betroffene Familien. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unter anderem unsere Konzertreihe "Musik im Kopf", unsere Angehörigenseminare und Angehörigengruppen sowie den Angehörigentag DemenzMeet.

Lassen Sie uns gemeinsam den Christbaum zum Leuchten bringen!
Für Desideria Care spenden

Benefiz-Auktion "Paradies im Kopf" 

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Anlässlich ihres Geburtstages lud Carol Johnssen am 23. November zur Benefiz-Auktion "Paradies im Kopf" in der Galerie Carol Johnssen ein. Es war ein großartiger Abend mit einer wohlwollenden familiären Stimmung. Durch die Auktion sind stolze 30.450 Euro zusammengekommen. Nochmal ein riesengroßes Dankeschön an Carol Johnssen sowie an die Auktionatorin Nina Buhne, alle Künstler*innen und Gäste für diesen tollen Abend. Wir sind sehr dankbar für diese wertvolle Unterstützung!  

Buchbeitrag über "Musik im Kopf"   

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Unsere Konzertreihe "Musik im Kopf" wird im neuen Buch "Konzerte für Menschen mit Demenz. Grundlagen, Durchführung, Erfahrungen" vorgestellt. Neben den theoretischen und konzeptionellen Grundlagen werden in diesem Buch aus dem Kohlhammer Verlag auch verschiedene Praxisbeispiele präsentiert. Wir freuen uns, dass solche wichtigen Angebote und auch unser Format dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Denn wie der Verlag so schön schreibt: "Musik kann ein Mittel sein, um Menschen mit Demenz in ihrer Erlebniswelt zu erreichen. Gerade professionell gestaltete Konzertformate für diese Zielgruppe und deren Angehörige bieten viele biografische Anknüpfungspunkte und ermöglichen soziale und kulturelle Teilhabe."  
Buch bestellen

Coaching trotz Corona 

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Angesichts der aktuellen Lage, in der viele Veranstaltungen abgesagt werden und Einrichtungen schließen, möchten wir auf unsere Walk & Talk- sowie Online-Coaching-Angebote hinweisen.

Walk & Talk: Unser Coaching im Gehen an der frischen Luft lässt sich auch in dieser außergewöhnlichen Zeit gut durchführen. Ein Spaziergang in der Natur bringt die Gedanken zum Fließen und kann gleichzeitig für Ruhe sorgen.

Online-Coaching: Unsere Coachings bieten wir Ihnen auch gerne per Video-Konferenz oder per Telefon an, damit Sie diese flexibel von zu Hause aus wahrnehmen können.
Zu den Coaching-Angeboten

Monatsthema: Young Carers Interview 

In unserer aktuellen Folge von "Leben, Lieben, Pflegen – Der Podcast zu Demenz und Familie" haben wir Sofia als Gast. Sofia ist 24 Jahre, studiert Medienkunst und lebt zusammen mit ihrem dementiell veränderten Vater in einer inklusiven Wohngemeinschaft in der Nähe von Linz.

Was erscheint für Dich als junge Pflegende besonders wichtig? 
Es ist wichtig, sich auch eine Identität jenseits der Pflegesituation aufzubauen. Sich nicht nur über die Rolle "Tochter eines chronisch kranken Vaters" zu definieren. Besonders als junge pflegende Angehörige ist es wichtig, dass die Situation zum einen als etwas Normales dargestellt wird, also dass man sich nicht fühlen muss, als wäre man besonders benachteiligt. Und zum anderen braucht es in vielen Situationen auch etwas mehr – etwas mehr Zuhören, etwas mehr auf die Kinder eingehen und etwas mehr Feingefühl.

Gibt es etwas Besonderes, dass Du durch die Begleitung Deines Vaters mitnimmst? 
Dass es nicht nur eine Wirklichkeit gibt. Und die kleinen Momente im Leben zu genießen und wertzuschätzen. Das fasziniert mich.    

Wie schaust Du in die Zukunft? 
Die Zukunft ist ein schwieriges Pflaster. Ich habe das Gefühl hier eine sehr große Verantwortung zu tragen.    

Welchen Rat kannst Du anderen jungen Menschen in der Pflegesituation mitgeben? 
Vernetzung, Austausch mit anderen und die Fähigkeit, die eigenen Gefühle anzuerkennen und zu lernen mit ihnen umzugehen. Wir haben als Pflegende ein Recht darauf glücklich zu sein.   

In unserem Podcast und auf dem Instagram-Kanal "unserekleinen.dahamas" berichtet Sofia aus ihrem Leben mit "Paps" – wie sie ihren Vater liebevoll nennt – und wie sie gemeinsam mit ihrem Partner und den beiden Mitbewohner*innen den Alltag mit Demenz meistert. 
Zum Instagram-Kanal
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EduKation Demenz®

Online oder Präsenz in München

Eine Demenzerkrankung bedeutet nicht nur Veränderung für Betroffene selbst, sondern auch für die Angehörigen und andere nahestehende Menschen. Unsere EduKation Demenz®-Seminare können dabei helfen, die Krankheit und ihre Auswirkungen besser zu verstehen und einen passenden Umgang zu lernen. Das kostenlose Seminar umfasst zehn zweistündige Sitzungen und findet sowohl im Onlineformat als auch in Präsenz statt. Die Teilnehmerzahl ist pro Seminar auf acht Personen begrenzt.

Wenn Sie an einem Seminar teilnehmen möchten, schreiben Sie uns an edukation.demenz@omsorg.de oder rufen Sie uns an: 089-59 99 74 33


Die nächsten Termine:
  • Freitag, 14. Januar 2022, 9:30 – 11:30 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz in Laim
  • Montag, 17. Januar 2022, 10 – 12 Uhr, zehn Termine in Folge, Online
  • Montag, 24. Januar 2022, 17:30 – 19:30 Uhr, zehn Termine in Folge, Online
  • Dienstag, 18. Januar 2022, 17-19 Uhr, zehn Termine in Folge (Ausnahme: 1. März 2022) in Präsenz in Grünwald
  • Dienstag, 1. Februar 2022, 19 – 21 Uhr, zehn Termine in Folge, Online
  • Freitag, 29. April, 9:30 – 11:30 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz in Trudering
  • Dienstag, 20. September 2022, 17 – 19 Uhr, zehn Termine in Folge (Ausnahme 1. November 2022) in Präsenz in Grünwald
Infos und Anmeldung
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Riccarda liest...

"Es heißt, Demenz ist Sterben auf Raten, und die Angehörigen sterben mit. Zeitweise fühlt es sich tatsächlich so an. Aber wir haben überlebt – auch als Familie!"

Der autobiografische Roman "Die vergessene Heimat" erzählt die Familiengeschichte der Autorin Deana Zinßmeister. Die Autorin beschreibt zum einen die Grenzüberquerung aus der damaligen DDR in die Bundesrepublik Deutschland aus der Sicht ihrer Mutter und zum anderen die Erkrankung ihres Vaters aus ihrer eigenen Perspektive. Dieser Wechsel der Geschichten macht das Buch sehr spannend und abwechslungsreich. Mir hat sehr gefallen, dass sowohl die Krankheit als auch historische Aspekte beschrieben werden. 

Rezension lesen

Wir stellen uns vor: Christine Schönemann-Swetlik, Omsorg Familien-Coach 

Wer steckt eigentlich hinter unserem Omsorg Familien-Coaching? In jedem Newsletter stellen wir einen Coach vor. Diesen Monat ist Christine Schönemann-Swetlik dran.
Christine Schönemann-Swetlik
Systemische Beraterin SG, Diplom-Sozialpädagogin, Integrierte Erlebnispädagogin. Langjährige Berufserfahrung in der Beratung und Supervision von Einzelpersonen und Teams, in der Kinder- und Jugendhilfe und in der Erwachsenenbildung.
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Was sind Deine Erfahrungen mit Demenz?
Ich habe Demenz im familiären Umfeld erlebt und erfahren, wie wohltuend und unterstützend professionelle Hilfe sein kann. Deshalb möchte ich Menschen mit einer demenziellen Erkrankung, ihre Angehörigen oder ihr Familiensystem mit meiner langjährigen Erfahrung unterstützen und begleiten.

Was möchtest Du Deinen Klienten mitgeben?
Neben meiner beruflichen Kompetenz biete ich ihnen meine Zuversicht an, meinen Mut, Dinge anzugehen, und meinen Respekt für die individuellen Wege, die Menschen selbstbestimmt finden. Es begeistert mich immer von Neuem, welche unbekannten, ungenutzten Fähigkeiten zur Verfügung stehen, die in zukünftigen Konfliktsituationen bewusst als Ressourcen wahrgenommen und benutzt werden können.

Was ist Deine Lieblingsmethode?
Es kommt auf die Menschen an, mit denen ich mich im Coaching befinde. Es können Aufstellungen sein mit Menschen, Kissen und Stühlen oder Bodenplatten – oder der Perspektivenwechsel. Und oft fällt mir spontan etwas ganz anderes ein als ich vorbereitet hatte – oder es ergibt sich etwas Neues aus der Coachingsituation.

Was ist Dein Motto im Coaching?
Viel ist möglich – schauen wir es uns an.
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Unser Fachlicher Beirat:
Judith Matz

Wir haben einen Fachlichen Beirat, der uns zu den verschiedensten Themen begleitet und berät. In unserer neuen Serie stellen wir Ihnen unsere Expert*innen etwas näher vor. Diesen Monat ist Dr. med. Judith Matz, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, dran. 
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Warum unterstützen Sie Desideria Care?
Ich unterstütze Desideria Care, weil es mir ebenso ein großes Anliegen ist, Menschen mit Demenzerkrankungen und deren Angehörige individuell, kreativ und wertschätzend zu begleiten.

Warum engagieren Sie sich für Angehörige von Menschen mit Demenz?
Eine meiner Großmütter ist auch an Demenz erkrankt, hier habe ich direkt miterlebt, welche Herausforderungen im Alltag entstehen. In meiner Tätigkeit als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie erlebe ich es als sehr bereichernd, dabei zu unterstützen, stimmige Lösungen für die ganze Familie zu finden.

Wie erleben Sie die Rolle der Angehörigen in Ihrer täglichen Arbeit?
In meiner ärztlichen und therapeutischen Arbeit erlebe ich in der Praxis, dass Angehörige oft sehr belastet sind und früher intensivere Begleitung benötigt hätten.

Was wünschen Sie sich (von der Politik) für Familien von Menschen mit Demenz?
Ich wünsche mir, dass alternative Behandlungsmethoden wie Musik-, Kunst- oder tiergestützte Therapien mehr in die ambulante Versorgung integriert werden. Die Schaffung von weiteren individuelleren Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten und insbesondere die Verbesserung der Heimversorgung für Demenzpatienten ist mir außerdem ein großes Anliegen.

Welchen Rat würden Sie Familien von Menschen mit Demenz mit an die Hand geben?
Mein Rat ist, sich frühzeitig Unterstützung und Beratung zu holen. Verständnis für die Erkrankung und ein Bewusstmachen der Herausforderungen für alle begleitenden Menschen können helfen, mit Krisensituationen besser umzugehen und wieder eine positive Perspektive zu schaffen.
Fachlichen Beirat kennenlernen 

Zahl des Monats

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen jeden Monat eine interessante Zahl rund um das Thema Demenz vor.

68

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Prozent – das sind zwei von drei jungen Menschen, die bereit sind, Angehörige zu pflegen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Pflegereport der DAK-Gesundheit, der sich mit jungen Pflegenden befasst.
Laut dem Report ist Pflege für knapp ein Drittel der jungen Menschen ein Alltagsthema. 29 Prozent der 16- bis 39-Jährigen haben Familienangehörige, die auf Pflege oder Hilfe im Alltag angewiesen sind. Die Pflegetätigkeiten sind zeitintensiv: 35 Prozent der Young Carers übernehmen mehrmals wöchentlich Pflegeaufgaben. 40 Prozent der jungen Pflegenden sind jeden Tag aktiv, 18 Prozent von ihnen täglich drei Stunden oder mehr.
Pflegereport lesen

Tipp des Monats:

Reportage über Young Carers

In der ZDFzoom-Reportage "Verlorene Kindheit. Wenn Kinder ihre Eltern pflegen" von Almut Faas geben drei junge Frauen Einblicke in ihr Leben als Young Carers und erzählen von ihrem Alltag. 

"Young Carers halten die Familie am Laufen und gehen dabei oft über ihre eigenen Grenzen. Bis hin zu Schulversagen und psychischem Zusammenbruch. Ihre Rolle begleitet sie ein Leben lang. Wer aber steht ihnen zur Seite? Wer hilft den Kindern und Jugendlichen, die sich täglich um die Pflege Erwachsener kümmern?" – so beschreibt das ZDF den Film.

Wir finden die Reportage einen sehr interessanten sowie emotionalen und augenöffnenden Bericht, der zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Der Film steht bis zum 27.10.2023 in der ZDF-Mediathek zum Anschauen bereit.  
Film anschauen

Desideria Care e.V.

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Inspiriert vom Engagement meiner Tante, der Schwedischen Königin, für Menschen mit Demenz habe ich, Désirée von Bohlen und Halbach, 2017 in München den gemeinnützigen Verein Desideria Care e.V. gegründet. 
Unser Social Start-up entwickelt und fördert Projekte für Menschen mit Demenz und ihre Familien. Ziel ist, ein Umdenken in unserer Gesellschaft zum Thema Demenz zu bewirken und mehr Lebensqualität für betroffene Familien zu schaffen.

Als Gründerin von Desideria Care e.V. bitte ich Sie herzlichst, unsere Projekte mit Ihrer Spende zu unterstützen oder Fördermitglied in unserem Verein zu werden. Nur gemeinsam gelingt es, auch zukünftig für von Demenz betroffene Familien da zu sein.
Jetzt spenden oder Fördermitglied werden
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