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Liebe Leserin, lieber Leser,

endlich Urlaubszeit! Auch in diesem Newsletter geht es um das Thema Urlaub: 
Jeder hat Wünsche, wohin er gerne mit seiner Familie in die Ferien fahren möchte. Bei den Familien, die einen Menschen mit Demenz begleiten, stehen oft noch ganz andere Überlegungen an: Wie ist die Situation vor Ort? Wie reagiert der Erkrankte auf eine örtliche Veränderung? Schaffe ich es alleine? Was muss ich den Gastgebern erzählen?

Mein Engagement mit Desideria Care begründet sich auch auf meiner Erfahrung eines viertägigen Urlaubs in Südtirol mit Familien von Menschen mit Demenz. Gemeinsam haben wir ganz viele schöne Momente erleben dürfen. Nebenbei habe ich erfahren, wie anstrengend es sein kann, den ganzen Tag in die Begleitung eines Menschen mit Demenz involviert zu sein. Seitdem habe ich großen Respekt vor der Leistung der Zu- und Angehörigen, die diese Situationen nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag zu bewältigen haben. 

Auch unsere neue Podcastfolge von "Leben, Lieben, Pflegen" beschäftigt sich mit dem Thema Urlaub. Hören Sie unbedingt rein. Im Juli durften wir mit "Musik im Kopf" wieder ein Novum feiern. Gemeinsam mit dem Kleinen Theater Haar haben wir das Streaming-Format erweitert und daraus ein Hybrid-Konzert mit Publikum vor Ort gemacht. Das nächste Konzert findet nach den Sommerferien statt.

Ich wünsche all unseren Leserinnen und Lesern einen schönen, erholsamen Sommer - wo immer Sie ihn verbringen werden - und freue mich schon, Sie wieder im September mit unserem Newsletter zu informieren.

Herzliche Grüße

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   Désirée von Bohlen und Halbach

   1. Vorständin und Gründerin

Leben, Lieben, Pflegen

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Viele wünschen sich in der Sommerzeit mal ein paar Tage zu verreisen und einen Tapetenwechsel zu erleben. Aber wie ist das eigentlich für Familien mit Demenz? Ist Verreisen und Urlaub machen noch möglich? Darüber sprechen Anja Kälin und Peggy Elfmann in Folge 12 von "Leben, Lieben, Pflegen - Der Podcast zu Demenz und Familie". 
"Grundsätzlich finde ich es eine schöne Idee, auch mit Demenz Urlaub zu machen", sagt Familiencoach Anja Kälin. "Aber man sollte sich vorab über ein paar Punkte Gedanken machen." Welche das sind und wie ein Urlaub auch mit Demenz gelingen kann, dazu hören Sie mehr in der aktuellen Folge. 
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Wir haben uns mit unserem Podcast "Leben, Lieben, Pflegen" für den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe beworben und wurden als eines von drei Projekten für den Publikumspreis nominiert.

Ab sofort ist das Publikumsvoting eröffnet.
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Musik im Kopf - Videoaufzeichnung

Es war großartig! Am 11. Juli durften wir endlich wieder vor Live-Publikum unser "Musik im Kopf"-Konzert veranstalten. Viele von Ihnen haben wir auch online über den Livestream erreicht. Die Konzertstunde ist nun jederzeit für alle auf unserer Website abrufbar. 
Konzert ansehen

Musik im Kopf - nächstes Konzert

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Auf den Rückblick folgt ein Ausblick: Unser nächstes "Musik im Kopf"-Konzert findet am Sonntag, 26. September 2021, von 14 bis 15 Uhr im Kleinen Theater Haar statt. Unter dem Motto "Veronika, ausgerechnet Bananen! Der Lenz war doch schon da!" singt Tanja Maria Froidl in musikalischer Begleitung von Walter Erpf Filmschlager und weitere Stücke aus den 20er- bis 40er-Jahren. 
Für alle, die nicht ins Kleine Theater Haar kommen können, übertragen wir das Konzert wieder im Livestream. Egal ob im Pflegeheim oder zu Hause – um dabei zu sein brauchen Sie nur einen Internetzugang, einen PC, Laptop, ein Tablet oder Smartphone - und Lust auf eine Stunde unbeschwertes Konzerterlebnis. 
Tickets: 
- Live vor Ort: 10 Euro 
- Im Livestream: kostenfrei 
Bitte melden Sie sich an, wenn Sie vor Ort an unserem Konzert teilnehmen wollen.
Zum Konzert informieren und anmelden

EduKation Demenz®

Online oder Präsenz in München

Eine Demenzerkrankung bedeutet nicht nur Veränderung für Betroffene selbst, sondern auch für die Angehörigen und andere nahestehende Mitmenschen. Unsere EduKation Demenz® Seminare können dabei helfen, die Krankheit und ihre Auswirkungen besser zu verstehen und einen passenden Umgang zu lernen. Das kostenlose Seminar umfasst zehn zweistündige Sitzungen und findet sowohl im Onlineformat als auch in Präsenz statt.

Bei Interesse an einer Anmeldung schreiben Sie uns an edukation.demenz@omsorg.de oder rufen Sie uns an: 089-59 99 74 33


Die nächsten Termine:
  • Freitag, 3. September 2021, 9.30-11.30 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz in Berg am Laim
  • Dienstag, 21. September 2021, 9.30-11.30 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz im Westend (mit Ausnahme 2.11.) 
  • Dienstag, 28. September 2021, 18-20 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz in Grünwald
  • Mittwoch, 29. September 2021,18-20 Uhr, zehn Termine in Folge als Online-Kurs
  • Montag, 1. November 2021, 10-12 Uhr, zehn Termine in Folge als Online-Kurs (mit Ausnahmen 29.11., 27.12., 3.1.)
  • Mittwoch, 3. November 2021, 19-21 Uhr, zehn Termine in Folge als Online-Kurs (mit Ausnahmen 1.12., 29.12., 5.1.)

Termine und Anmeldung

Wir stellen uns vor:
Désirée von Bohlen und Halbach, Omsorg Familien-Coach

Wer steckt eigentlich hinter unserem Omsorg Familien-Coaching? In unserer neuen Serie stellen wir unsere Omsorg-Coaches vor. Diesen Monat ist Désirée von Bohlen und Halbach dran.

Désirée von Bohlen und Halbach
Systemischer Coach und Familientherapeutische Beraterin, Silviahemmet Trainerin sowie zertifizierte Trainerin für EduKation Demenz®, langjährige Leitung der ehrenamtlichen Mitarbeitenden einer Demenztagesstätte in München.
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Was sind Deine Erfahrungen mit Demenz?
Durch mein ehrenamtliches Engagement in einer Tagesstätte für Menschen mit Demenz bin ich zum ersten Mal mit dieser Erkrankung konfrontiert worden. Dabei ist mir besonders das Leid der Angehörigen ans Herz gegangen und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Während meiner Zeit in der Tagestätte habe ich meine drei Ausbildungen zum systemischen Coach, zur familientherapeutischen Beraterin und zur Silviahemmet-Trainerin gemacht. Jetzt setze ich diese bei Omsorg als Coach ein, um Familien Unterstützung zu geben, damit sie ein gutes Leben mit und trotz Demenz führen können. 

Was möchtest Du Deinen Klienten mitgeben?
Ich möchte im Coaching mit den Familien an Perspektiven arbeiten, um die Begleitung des Menschen mit Demenz für alle Beteiligten würdig zu gestalten. Denn diese kann sich über eine lange Zeit – bis zu 15 Jahre – erstrecken. Die Familie ist die Stütze in der Pflege und sie sollte ab der Diagnose begleitet werden. Hierbei ist es essentiell, Selbstfürsorge zu entdecken und zu leben. Jedes Familiensystem ist einzigartig und braucht daher individuelle Begleitung. 

Was ist Deine Lieblingsmethode?
Im Coaching höre ich ganz viel zu, versuche das Familiensystem zu verstehen und würdige die Leistung, die bereits erbracht wurde. Ich arbeite gerne mit Methoden wie Wunschbaum, Inneres Team und Systembrett. Dadurch entstehen neue Perspektiven und neue Handlungsspielräume. Mir ist es wichtig, die Menschen, die zu mir kommen, in die Selbstfürsorge zu bringen. In dieser Situation verändern sich Gefühle, Gedanken aber auch das Handeln. Hier gilt es hinzusehen, zu fühlen und zu hören, damit so etwas wie eine eigene Wertschätzung erfolgen kann. Daraus können die nötige Kraft und Freude entstehen, sich in die Welt des Erkrankten zu begeben. 

Was ist Dein Motto im Coaching?
Aus Verwirrung entsteht oft viel Neues und Unerwartetes. 

Coach-Profil ansehen

Riccarda liest...

Das Drama "Lebe zweimal, liebe einmal" ist eine Eigenproduktion des Streaminganbieters Netflix. Der Film erzählt die Geschichte des brillanten Mathematik-Professors Emilio, der an Alzheimer erkrankt. Zusammen mit seiner pubertierenden Enkelin Blanca begibt er sich auf die Suche nach seiner Jugendliebe.

Die Tragikomödie hat sowohl Höhen als auch Tiefen. An manchen Stellen ist die Geschichte etwas unrealistisch und etwas zu kitschig. Trotzdem haben mich vereinzelte Stellen sehr berührt: zum Beispiel als Emilio seine Tochter Julia im Altenheim das erste Mal in den Arm nimmt oder ihre Verzweiflung als sie bemerkt, wie ihr Vater ihr entgleitet. Insgesamt gibt der Film einen guten Einblick in die Krankheit Demenz und bietet zudem Momente zum Lachen, Familiendrama sowie eine wunderschöne Kulisse. 
Filmempfehlung lesen

Schulung unserer Omsorg Familien-Coaches

Nähe und Distanz – um diese beiden Themen ging es bei unserer Schulung für Omsorg Familien-Coaches am 9. Juli. Referentin war Frau Dr. med. Ursula Sottong, Leiterin der Malteser Fachstelle Demenz und Fachbeiratsmitglied von Desideria Care.

Die Themen Nähe und Distanz sind grundverschieden und greifen doch ineinander. Unwohlsein und Konflikte entstehen oft, wenn unsere Bedürfnisse nach Nähe oder Distanz nicht erfüllt werden. Im privaten Kontext ist die Balance von Nähe und Distanz für unser Wohlsein essenziell. Doch auch im beruflichen Bereich, zum Beispiel für unsere Coaches, ist es wichtig, regelmäßig über dieses Thema zu reflektieren, um Professionalität wahren zu können.

Wie viel Nähe und Distanz brauchen wir eigentlich und wie viel Nähe wollen wir anderen geben? Das ist eine Frage, die sich viele gar nicht erst stellen. Aber nur wenn wir unsere Grenzen und Bedürfnisse kennen und diese klar abstecken können, können wir die gewünschte Distanz wahren und Nähe suchen. Regelmäßig sollten wir uns deshalb fragen: Fühle ich mich wohl oder möchte ich etwas ändern?

Wir danken Frau Dr. med. Ursula Sottong nochmal herzlichst für die vielen Anregungen, die die Omsorg-Coaches aus der Schulung mitgenommen haben.

Omsorg Coaches kennenlernen

Unsere Gründerin im Interview

"Mir geht es heute viel besser als früher"
Ein sehr privates und ehrliches Interview mit der Desideria Care-Gründerin Désirée von Bohlen und Halbach und Ihrem Mann Eckbert von Bohlen und Halbach finden Sie in der aktuellen Ausgabe (29/2021) der Zeitschrift "die BUNTE". Auch wenn die beiden mit ihrer nun seit 20 Jahre bestehenden Patchwork-Familie glücklich sind wie nie zuvor, sehen auch sie sich immer wieder mit den Herausforderungen des Lebens konfrontiert.  

Désirée erzählt, wie Herausforderungen in ihrer eigenen Familie sie für ihre Tätigkeit als Coach sensibilisiert haben und wie heilsam ihre Ausbildung zur Familientherapeutin war. Sowohl ihre Tochter als auch sie selbst und ihr Mann Eckbert von Bohlen und Halbach haben bereits eine Therapie in Anspruch genommen und erkannt, wie wichtig es ist, Hilfe anzunehmen. Der Artikel zeigt auch gut, wie eng ihre privaten und beruflichen Interessen verknüpft sind. 
Artikel lesen

Zahl des Monats

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen jeden Monat eine interessante Zahl rund um das Thema Demenz vor.

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Prozent aller Demenzerkrankungen sind auf eine sekundäre Demenz zurückzuführen. Das bedeutet, dass die Demenz Folge einer anderen Erkrankung wie Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangel, Depressionen, Tumore oder ähnlichem ist. 
Unterschied zur primären Demenz, die bei 90 Prozent aller Betroffenen diagnostiziert wird, ist, dass die sekundäre Demenz in manchen Fällen behandelbar ist. Die primäre Demenz hingegen ist eine direkte Folge des Verlustes von Nervenzellen des Gehirns und daher irreversibel.

Quelle: Alzheimer NRW

Tipp des Monats

Ein Urlaub mit einem Menschen mit Demenz ist nicht immer umsetzbar, vor allem wenn dieser stark an seine oder ihre häusliche Routine gebunden ist. Falls ein Urlaub aber denkbar ist, können Pflegehotels bei der Planung und Gestaltung des Urlaubs unterstützen. Viele Pflegehotels bieten neben dem üblichen Hotelservice auch einen Pflegedienst, barrierefreie Ausstattung und hilfreiches Equipment. 
Wenn ein Pflegegrad von 2 bis 5 vorliegt, stehen jährlich 1.612 Euro Verhinderungspflege zur Verfügung, welche das Pflegehotel mit der Pflegekasse abrechnen kann. Zusätzlich gilt für alle fünf Pflegegrade, dass zusätzlich der monatliche Entlastungsbeitrag in Höhe von 125 Euro genutzt werden kann. Auch aus dem Anspruch der Kurzzeitpflege können gegebenenfalls weitere Kosten des Aufenthaltes im Pflegehotel übernommen werden. Über die Erstattungsfähigkeiten der Kosten informieren Sie sich bitte bei Ihrer Pflegeversicherung.

Quelle: Deutsches Seniorenportal 
Folgender Link leitet zu einer Übersicht von Pflegehotels. Wählen Sie hierfür einfach "Pflegehotels & Reiseanbieter" aus:
Übersicht von Pflegehotels

Desideria Care e.V.

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Inspiriert vom Engagement meiner Tante, der Schwedischen Königin, für Menschen mit Demenz habe ich, Désirée von Bohlen und Halbach, 2017 in München den gemeinnützigen Verein Desideria Care e.V. gegründet. 
Unser Social Start-up entwickelt und fördert Projekte für Menschen mit Demenz und ihre Familien. Ziel ist, ein Umdenken in unserer Gesellschaft zum Thema Demenz zu bewirken und mehr Lebensqualität für betroffene Familien zu schaffen.

Als Gründerin von Desideria Care e.V. bitte ich Sie herzlichst, unsere Projekte mit Ihrer Spende zu unterstützen oder Fördermitglied in unserem Verein zu werden. Nur gemeinsam gelingt es, auch zukünftig für von Demenz betroffene Familien da zu sein.
Jetzt spenden oder Fördermitglied werden
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