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Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn ich gefragt werde, was ich mir wünsche, wenn ich selbst irgendwann mal an einer Demenz erkranke, dann komme ich sehr schnell zu der Frage, wie ich in diesem Lebensabschnitt wohnen möchte und wer mich versorgt. Im Alter weiterhin zu Hause zu wohnen und dort versorgt und begleitet zu werden – das wünschen sich viele Menschen.

Gleichwohl kann es im Lebensabschnitt mit Demenz immer auch Situationen geben, in denen die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist. Dann ist es hilfreich, wenn man sich als Familie schon etwas Gedanken gemacht hat: Wie soll eine Pflegeeinrichtung aussehen, damit sich alle damit wohlfühlen? Welche Wohnform passt am besten? Vielleicht ist eine Demenz-WG eine gute Alternative zum Pflegeheim? Diese Wohnform, die immer häufiger wird, haben wir für den Juli als Monatsthema gewählt – und sprechen unter anderem in unserem Podcast "Leben, Lieben, Pflegen" darüber.

Außerdem freuen wir uns in diesem Monat auf unser nächstes "Musik im Kopf"-Konzert, das zum ersten Mal seit anderthalb Jahren wieder mit Zuschauern vor Ort stattfinden kann. Den vierten Geburtstag von Desideria Care haben wir als Anlass genommen, auf das vergangene - turbulente - Jahr zurückzublicken.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, Zuhören und Zuschauen!

Herzliche Grüße


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   Anja Kälin

   2. Vorständin und Co-Gründerin

Leben, Lieben, Pflegen

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Es entstehen immer mehr alternative Wohnformen für Menschen mit demenziellen Veränderungen. Eine Möglichkeit sind ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. In Folge 11 von "Leben, Lieben, Pflegen - Der Podcast zu Demenz und Familie" sprechen Familien-Coach Anja Kälin und Alzheimer-Bloggerin Peggy Elfmann über das Thema WGs für Menschen mit Demenz. 
Dazu haben sie sich einen Gast eingeladen: Barabara Jurowski ist Gremiumsvorsitzende einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft in Ottobrunn (bei München); ihre Mutter lebt seit einigen Jahren in dieser WG. Mit Barbara besprechen Anja und Peggy unter anderem für wen sich eine Demenz-WG eignet, was der Unterschied zum Pflegeheim ist und wie der Alltag in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz funktioniert. 
Podcast anhören

Musik im Kopf

Unser nächstes "Musik im Kopf"-Konzert für Menschen mit und ohne Demenz findet endlich wieder live vor Ort statt: im Kleinen Theater Haar. 
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Am Sonntag, 11. Juli 2021, von 12 bis 13 Uhr steht bei Sänger Christoph Baierl und seiner musikalischen Begleitung Kenneth Berger alles unter dem Motto "Lebensfreude!". Gute Laune-Klassiker von Peter Alexander, Max Raabe und Udo Jürgens garantieren, dass keiner ruhig sitzen bleibt. Wer möchte, kann bereits ab 10.30 Uhr am Weißwurstfrühstück im Theatergarten des Kleinen Theaters Haar teilnehmen und entspannt in den Tag starten.
Für alle, die nicht ins Kleine Theater Haar kommen können, übertragen wir das Konzert wieder im Livestream. Egal ob im Pflegeheim oder zu Hause – Sie brauchen nur einen Internetzugang, einen PC, Laptop, ein Tablet oder Smartphone und Lust auf eine Stunde unbeschwertes Konzerterlebnis.
Tickets: 
- Live vor Ort: 10 Euro (Kinder unter 12 Jahre kostenfrei) 
- Im Livestream: kostenfrei 
Bitte melden Sie sich an, wenn Sie vor Ort oder online an unserem Konzert teilnehmen wollen. Auch für das Weißwurstfrühstück ist eine Anmeldung erforderlich. 
Zum Konzert informieren und anmelden

EduKation Demenz®

Online oder Präsenz in München

"Eigentlich habe ich mich mehr aus Alibigründen zur Beruhigung meines Gewissens angemeldet. Ich hatte nicht erwartet, dass es mir so viel bringt!"
Wissen hilft - das gilt auch im Umgang mit einem Menschen mit Demenz. Deshalb können sich Angehörige in unserem EduKation Demenz® -Seminar Wissen über Demenz aneignen und Erfahrungen mit anderen austauschen. Das Seminar umfasst zehn Sitzungen im wöchentlichen Rhythmus. Ziel ist es, Angehörige dabei zu unterstützen, gefestigt in ihre Rolle als Pflegende hineinzuwachsen. Die Seminarreihe bieten wir sowohl als Präsenzveranstaltung in und um München als auch online an.

Bei Interesse an einer Anmeldung schreiben Sie uns an edukation.demenz[at]omsorg.de oder rufen Sie uns an: 089-59 99 74 33


Die nächsten Termine:
  • Montag, 26.Juli 2021, 10-12 Uhr, zehn Termine in Folge als Online-Kurs (mit Ausnahmen 13.9. und 20.9.) 
  • Mittwoch, 28. Juli 2021, 19-21 Uhr, zehn Termine in Folge als Online-Kurs (mit Ausnahmen 15.9. und 22.9.)
  • Freitag, 3. September 2021, 9.30-11.30 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz in Berg am Laim
  • Dienstag, 21. September 2021, 9.30-11.30 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz im Westend (mit Ausnahme 2.11.) 
  • Dienstag, 28. September 2021, 18-20 Uhr, zehn Termine in Folge in Präsenz in Grünwald
  • Mittwoch, 29. September 2021,18-20 Uhr, zehn Termine in Folge als Online-Kurs
Termine und Anmeldung

Infoabend Omsorg - Coaching für Familien mit Demenz

In unseren Omsorg-Coachings geben wir Angehörigen von Menschen mit Demenz ihren eigenen Raum für Gedanken und Gefühle. Wir möchten diese Familien begleiten und sie im Hinblick auf ihre individuellen Lebenssituationen und Herausforderungen unterstützen. Gemeinsam erkunden wir neue Perspektiven und entwickeln Lösungsansätze.  

Im Rahmen unserer Infoveranstaltung möchten wir Sie einladen, mehr über Omsorg – Coaching für Familien mit Demenz zu erfahren. Sie haben die Möglichkeit, unsere Familien-Coaches persönlich kennenzulernen und Genaueres über Ablauf, behandelte Themen und Methoden des Coachings zu erfahren. Unser nächster Termin: 

Dienstag, 13. Juli 2021, 18.30-20.00 Uhr 

Bitte melden Sie sich für den Infoabend an: 
Tel.: 089 59 99 74 33 
E-Mail: info[at]omsorg.de 

Wir stellen uns vor:
Heidi Pachmann, Omsorg Familien-Coach

Wer steckt eigentlich hinter unserem Omsorg Familien-Coaching? In unserer neuen Serie stellen wir unsere Omsorg-Coaches vor. Diesen Monat ist Heidi Pachmann dran.

Heidi Pachmann
Zertifizierte Trainerin für EduKation Demenz® und Systemischer Coach, unter anderem für berufliche, familiäre und Gesundheitsthemen. Langjährige Erfahrung als Sozialpädagogin in der beruflichen Beratung im Non-Profit-Bereich. Berät auch Teams und Führungskräfte. 
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Was sind Deine Erfahrungen mit Demenz?
Ich habe eine sehr gute Freundin begleitet, als ihr Vater an Demenz erkrankt ist: bei der Pflege daheim, beim Umzug ins Pflegeheim, bis zu seinem Tod. Es ist unglaublich, was die Familie alles geleistet hat, aber gleichzeitig waren sie sehr alleine gelassen. Für mich war es vor allem die Hilflosigkeit, die mich berührt hat. Wir haben viel geredet, das hat vielleicht etwas geholfen. Als ich die Ausschreibung für die Omsorg-Coaches gesehen habe, habe ich gedacht: Hier kann ich etwas bewegen. 

Was möchtest Du Deinen Klienten mitgeben?
Ich möchte ihnen Achtsamkeit für sich selber und Selbstfürsorge vermitteln. Denn ich sehe, wie aufopferungsvoll sie sich um ihre Angehörigen kümmern. Mir ist wichtig, dass sie sich selber und ihre Bedürfnisse dabei nicht vergessen. 

Was ist Deine Lieblingsmethode?
Ich habe keine Lieblingsmethode. Für mich ist es beim Coaching am wichtigsten, Raum zu geben. Wertschätzung, präsent zu sein und aktiv zuzuhören – das ist das Fundament. Ohne diese Basis funktioniert keine Methode gut. 

Was ist Dein Motto im Coaching?
Das A und O beim Coaching ist, im Hier und Jetzt zu sein. Und: Der Coachee ist Experte in eigener Sache; das Wissen um die Lösung schlummert meist in ihm. Ich möchte ihn dabei unterstützen, dieses wahrzunehmen. 

Coach-Profil ansehen

Vier Jahre Desideria Care

Desideria Care wurde im Juni vier Jahre alt - aus diesem Anlass haben wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Neben 281 Hörminuten unseres Podcast "Leben, Lieben, Pflegen" haben wir mit unserem Online-Konzert "Musik im Kopf" über 800 Haushalte zum Mitsingen animiert. Außerdem haben wir als erster Anbieter für Angehörigenseminare EduKation Demenz® im Onlineformat organisiert und darüber hinaus bieten wir jetzt unser Omsorg-Coaching auch für Unternehmen an.


Beim Denken, Ideensammeln und sämtlichen Workshops haben wir über 5.000 Post-its verwendet und weit über 300 Liter Kaffee durch die tapfere Büromaschine laufen lassen. Rund 160 Stunden studentische Kooperationsarbeit liegen hinter uns, in denen sowohl die Student*innen, als auch wir viel gelernt und uns weiterentwickelt haben. Besonders wertvoll für uns im vergangenen Jahr war der Gewinn von elf Mitgliedern für unseren Fachbeirat.

Unser Wachstum verdanken wir Ihnen, unseren Unterstützer*innen. Von Herzen möchten wir allen danken, die uns auf unserer Reise begleiten.

Riccarda liest...

"Sie behandelte die Seele anderer mit der Kraft ihrer eigenen Seele. Sie hatte kein Skalpell zur Verfügung, sondern nur Worte."

In dem Buch "Und morgen treffen wir uns gestern" erzählt Dr. Carsten Lekutat die Geschichte des Jazz-Musikers Fisch, der im Alter von 54 Jahren an Early-Onset Alzheimer erkrankt. Durch die Behandlung trifft er auf die junge Medizinstudentin Anna und ihren Professor Norbert Luck. Anlässlich des Wunsches von Fisch, noch einmal seine große Liebe Sophie zu sehen, begleitet ihn Anna nach Rom.

Schon ab den ersten Seiten hat mich das Buch begeistert. Dabei wird mit Humor, aber auch mit der nötigen Dramatik der Krankheitsverlauf einer Demenz geschildert. Gewiss wird die Krankheit an manchen Stellen beschönigt, dennoch bietet das Buch einen neuen, wertvollen Blickwinkel. 
Buchempfehlung lesen
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Im Gespräch

Desideria Care-Gründerin Désirée von Bohlen und Halbach war im Podcast "Kasia trifft…" des EMOTION Verlags zu Gast. In diesem Podcast spricht Verlegerin Kasia Mol-Wolf mit Frauen und Männern, die sie persönlich inspirieren. In der 136. Folge mit Désirée geht es unter anderem um Scham, Isolation, Identitätsverlust und Einsamkeit, Klischees und Vorurteile wie auch um digitale Demenz. Darüber hinaus wird es etwas persönlicher: Unter anderem erzählt Désirée, woher ihr ausgeprägtes Bedürfnis stammt, anderen Menschen zu helfen und spricht über die Vor- und Nachteile eines Prinzessinnentitels. Ein spannendes Gespräch, in dem Sie unsere Gründerin etwas näher kennenlernen können.
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Zahl des Monats

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen jeden Monat eine interessante Zahl rund um das Thema Demenz vor.

1,8

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mal größer ist die Zahl der Frauen mit Demenz als die der betroffenen Männer. Die längere Lebenserwartung von Frauen ist ein Grund; auch Östrogene spielen eine bedeutende Rolle. 
Diese werden in den Eierstöcken, aber auch im Gehirn produziert, im sogenannten Hippocampus, der zur Lern- und Gedächtnisfunktion beiträgt. In den Wechseljahren nimmt die Östrogenproduktion stark ab und somit verringert sich der positive Einfluss, den Östrogene auf die Gedächtnisfunktion haben.

Laut aktuellen Forschungen könnte dies mit der erhöhten Demenz-Betroffenheit von Frauen in Zusammenhang stehen, vor allem während und nach den Wechseljahren.

Quellen: NDR, Statista

Tipp des Monats

Die Begleitung eines an Demenz erkrankten Menschen ist eine große Herausforderung. Für die Angehörigen bleibt häufig kaum Raum für eigene Interessen und Bedürfnisse. Gleichzeitig ist es besonders wichtig als pflegender Angehöriger auch für sich selbst zu sorgen, um seelisch und körperlich gesund zu bleiben. Nur wie soll das gehen, wenn man 24 Stunden pro Tag unabkömmlich ist?
Der Münchner Verein deinNachbar e.V. unterstützt Familien mit einem großen Netzwerk aus geschulten, ehrenamtlichen Alltagsbegleiter*innen. Die erfahrenen Alltagsbegleiter*innen kommen zu Ihnen nach Hause und übernehmen stundenweise die Begleitung und Beschäftigung ihres an Demenz erkrankten Angehörigen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, wichtige Erledigungen zu machen, Freund*innen zu treffen oder auch einfach einen Spaziergang zu machen. Zeit für sich.
Wenn Sie als pflegender Angehöriger Entlastung im anstrengenden Pflegealltag oder eine kleine Auszeit benötigen, können Sie für ein paar Stunden am Tag die Hilfe eines Alltagsbegleiters in Anspruch nehmen. Die Leistungen können mit der Krankenkasse abgerechnet werden, wenn ein Pflegegrad vorliegt. 

Wir empfehlen allen Angehörigen, solche Angebote wahrzunehmen. Nur wenn es Ihnen gut geht, geht es auch ihrem erkrankten Angehörigen gut. 

Interesse? Dann melden Sie sich unverbindlich bei deinNachbar e.V.  

Tel: 089-960 40 400 

Mail: fachstelle[at]deinnachbar.de   
Mehr erfahren 

Desideria Care e.V.

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Inspiriert vom Engagement meiner Tante, der Schwedischen Königin, für Menschen mit Demenz habe ich, Désirée von Bohlen und Halbach, 2017 in München den gemeinnützigen Verein Desideria Care e.V. gegründet. 
Unser Social Start-up entwickelt und fördert Projekte für Menschen mit Demenz und ihre Familien. Ziel ist, ein Umdenken in unserer Gesellschaft zum Thema Demenz zu bewirken und mehr Lebensqualität für betroffene Familien zu schaffen.

Als Gründerin von Desideria Care e.V. bitte ich Sie herzlichst, unsere Projekte mit Ihrer Spende zu unterstützen oder Fördermitglied in unserem Verein zu werden. Nur gemeinsam gelingt es, auch zukünftig für von Demenz betroffene Familien da zu sein.
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